Impressionen


Das ganze Jahr wurde trainiert, an der Technik gefeilt, Synchronität geübt und Bilder gelernt, dann an den Outfits, dem Schmuck und dem Make-Up gebastelt und dann sind sie endlich da:

 

Die Turniere!!

 

Doch so ein Turnier besteht nicht nur daraus, auf die Fläche zu gehen und zu tanzen;

Meist geht es frühmorgens los, alle sind noch müde und verschlafen und freuen sich, sich auf der langen Busfahrt nochmal aufs Ohr hauen zu können. Doch die Stille währt meist nicht lange. Spätestens wenn nach einer Stunde Fahrt die befreundete Formation aus München in den Bus einsteigt ist es vorbei mit der Ruhe. Es wird gequatscht, Musik gemacht und sich schon Mal ein bisschen warm gefeiert. Die Mädels sitzen hinten und fangen mit den Frisuren an, während die Jungs meistens schon Mal die Essensvorräte prüfen.

Endlich angekommen am Turnierort wird der Bus geräumt und nach der Kabine gesucht. Die Duschen werden inspiziert und ein Buffet aus den mitgebrachten Leckereien aufgebaut.

Spätestens aber, wenn der Trainer zur Stellprobe mahnt, bricht Hektik aus: "Wo ist mein Rock?" "Hat jemand mein Oberteil gesehen?" "Kann mir mal wer eine Schuhbürste leihen??"

Es vergehen einige Minuten bis alle im Aufwärmraum sind, doch die hat der Trainer natürlich mit eingeplant. Es wird richtig aufgewärmt und schon wird es zum ersten Mal ernst: Die Stellprobe. Auf dieser haben alle Teams 15 Minuten Zeit die Fläche zu erforschen, sich die wichtigsten Punkte zu suchen und ihre Choreographie ein bis zwei Mal durchzutanzen.

Ist dies geschafft, gehen alle wieder zurück in die Kabine um sich das Video der Stellprobe anzusehen. Der Trainer ist wie immer höchst unzufrieden und erklärt Allen nochmal ihre Fehler.

Danach stärken sich meistens alle am reichhaltigen Buffet und verlieren dabei oft die Zeit aus den Augen.

Dafür wird es nun immer hektischer in der Kabine, die Mädels bekommen schwarze Haare, müssen ihre Körper mit braunem Make-Up schminken und auch das Make-Up im Gesicht muss perfekt sein. Auch die Herren fangen jetzt langsam an, schminken sich oder lassen sich schminken und gehen gemeinsam zum Haare-schwarz-sprühen.

Spätestens wenn die ersten anfangen, sich in Turnierkluft zu werfen, kommt zur Hektik auch noch Panik. Habe ich meine Schritte auch nicht vergessen, wo stehe ich nochmal im Jive, hoffentlich steht die Dame vor mir diesmal auch da wo sie stehen soll.

Ein bisschen aufwärmen und es geht schon los: Der Durchmarsch! Alle Formationen werden vorgestellt und dürfen in Reih und Glied einmal über die Fläche laufen. Der Adrenalinspiegel steigt, man sieht, wie viele Zuschauer da sind und auch, ob Eltern, Verwandte und Bekannte den Weg zum Turnier gefunden haben. Doch zuvor müssen sich alle Formationen im engen, dunklen Gang aufstellen. Alle Rivalen nebeneinander; Das führt meist zu lauten Schlachtrufen und -gesängen bevor es endlich losgeht.

Der Weg führt von der Halle direkt wieder zurück zur Aufwärmhalle. Dort werden nochmal die wichtigsten Parts trainiert und verfeinert. Dann werden ein letztes Mal die Schuhe präpariert, mit der Schuhbürste aufgeraut oder auch mit Wasser oder Rizinusöl getränkt, damit man auf dem oft glatten Parkett nicht ausrutscht.

 

Und erst dann beginnt der Turniertag, den die Zuschauer kennen!

 


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